Grußworte
Grussworte
Grußwort des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland,
Horst Köhler
Ganz herzlich grüße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 15. Weltkongress von Inclusion International. Ich freue mich darüber, dass Berlin Gastgeber für diesen Kongress ist, der mit der Umsetzung der UN-Konvention den Aufbruch zu neuen Ufern in den Blick nimmt und auf dem zugleich Inclusion International seinen 50. Geburtstag feiert.
Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft über diesen Kongress übernommen. Das Motto „Inklusion Rechte werden Wirklichkeit“ ist Aussage und Aufforderung in einem. Einerseits sehen wir, dass zunehmend tatsächlich Rechte Wirklichkeit werden, auf der anderen Seite sehen wir, dass noch viel zu tun ist.
Ein grundlegendes Recht eines jeden Menschen ist das Recht der gesellschaftlichen Teilhabe. Jeder soll die Möglichkeit haben, am kulturellen, wissenschaftlichen, sportlichen, künstlerischen Leben der Gesellschaft teilzuhaben. Die einen können das leichter, die anderen haben aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten. Hier sind wir alle gefordert: Hinsehen, achtsam sein, Möglichkeiten erdenken, Phantasie entwickeln, niemanden allein lassen.
Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der gilt: Jeder ist anders aber alle sind gleich an Rechten.
Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Menschen nicht danach kategorisiert werden, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.
Dieses Ziel erreichen wir, wenn alle mitwirken. Sie, liebe Besucherinnen und Besucher dieses Kongresses, machen vor, wie es geht: Sie kommen nach Berlin, um einander zuzuhören, um voneinander zu lernen. Sie geben ein Beispiel dafür, wie alle gemeinsam für eine inklusive Gesellschaft eintreten können.
Die Entstehung der UN-Konvention unter Mitwirkung vieler Organisationen von Menschen mit Behinderung ist ein Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit für das gemeinsame Ziel einer inklusiven Gesellschaft über Grenzen hinweg gelingen kann; dieses Beispiel soll darin bestärken, Erfahrungen auszutauschen und zu lernen. Der Weltkongress von Inclusion International wird solchem Austausch dienen.
Wir haben in den vergangenen fünfzig Jahren in Deutschland und in vielen anderen Ländern tatsächlich schon viel erreicht, um die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung zu verbessern; wir dürfen dabei aber nicht stehen bleiben, denn noch viele Barrieren müssen verschwinden: in den Köpfen und in der sozialen, realen Welt. Übrigens auch in der virtuellen. Dazu braucht es beides: Engagement und Geduld.
Ich wünsche deswegen Ihnen allen, dass Sie gut miteinander ins Gespräch kommen, dass Sie viele neue Menschen kennen lernen, neue Ermutigung finden und in Ihrem Engagement bestärkt werden.
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| Horst Köhler |
| Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland |
Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin,
Klaus Wowereit
Zum 15. Weltkongress von Inclusion International Ihnen allen ein herzliches Willkommen in der deutschen Hauptstadt. Es freut mich sehr, dass Sie sich im Rahmen dieser Veranstaltung insbesondere dem „Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung“ und dessen praktischer Ausgestaltung widmen werden.
Keine Frage: Es war ein wichtiger (wenn auch längst überfälliger) Schritt zur Stärkung der Rechte behinderter Menschen, dass die UN-Generalversammlung diese Konvention im Dezember 2006 angenommen hat. Denn damit liegt erstmals auf internationaler Ebene ein Übereinkommen vor, das den Menschenrechtsschutz speziell aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung regelt. Dies bedeutet einen klaren Paradigmenwechsel: die Interessen von Menschen mit Behinderung werden nicht mehr als soziales Thema betrachtet, sondern als Menschenrechtsfrage.
Auch in Deutschland ist das Übereinkommen seit März vergangenen Jahres verbindlich. Nun kommt es jedoch darauf an, die Konvention auch in der Praxis mit Leben zu füllen. Unser Ziel muss es sein, allen in diesem Land lebenden Menschen die gleichen Chancen auf gesellschaftliche, soziale und politische Teilhabe zu bieten. Und dazu gehört es auch, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung weiter zu verbessern, Barrieren abzubauen und vor allem: Eine gleichberechtigte Teilnahme am beruflichen wie auch sozialen Leben zu sichern.
Dies wird nur gelingen, wenn Menschen mit Behinderung, Experten sowie Verbände und Organisationen einbezogen und beteiligt, wenn ihr Rat und ihre Expertise gehört werden. Deshalb begrüße ich es sehr, dass der Weltkongress von Inclusion International dieses wichtige Thema aufgreift, um sich zu Fragen der Teilhabe behinderter Menschen auszutauschen sowie Positionen und Vorschläge zu entwickeln.
In diesem Sinne begrüße ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt nochmals herzlich in Berlin. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam für das Thema Barrierefreiheit eintreten nicht nur, was die Beseitigung sichtbarer Barrieren betrifft, sondern auch hinsichtlich der Beseitigung von Barrieren im Kopf.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen 15. Weltkongress von Inclusion International sowie einen angenehmen Aufenthalt in der weltoffenen und vielseitigen Metropole Berlin, in der Sie sich gewiss wohlfühlen werden.
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| Klaus Wowereit |
| Regierender Bürgermeister von Berlin |
Begrüßung der Vorsitzenden der veranstaltenden Verbände
des 15. Weltkongresses 2010 von Inclusion International
Herzlich willkommen in Berlin! Wir freuen uns, Sie zum 15. Weltkongress von Inclusion International begrüßen zu können. Mit Ihnen zusammen sind etwa 2.300 Gäste aus mehr als 70 Ländern unserer Erde nach Berlin gekommen. Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen und Fachleute aus allen Bereichen unseres Wirkens treffen sich, um sich dafür einzusetzen, dass Rechte Wirklichkeit werden.
Wir freuen uns sehr über die hohe Teilnehmerzahl, die uns im positiven Sinne überrascht hat. Sie ist die höchste, die ein Weltkongress von Inclusion International jemals erreicht hat. Dies ist schon heute ein großer Erfolg! Er zeigt uns, dass wir mit dem Kongressthema den aktuellen Kernbereich unserer Arbeit treffen und auch, dass Berlin eine gute Entscheidung war.
Unser Weltkongress steht ganz im Zeichen der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen. Wir alle wollen dazu beitragen, dass Geist und Inhalt dieses epochalen internationalen Dokumentes in der Lebenswirklichkeit von Menschen mit geistiger Behinderung, ihren Familien und bei Menschen, die sie in ihrer Lebensgestaltung begleiten, ankommen.
Mehr als ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Selbstvertreter. Dies ist ein Signal! Behinderte Menschen wollen mit gestalten und können es! Dies bezieht sich auf unseren Kongress genauso wie auf ihr ganzes Leben.
Unser Programm spiegelt das Leben von Menschen mit einer geistigen Behinderung in seiner ganzen Vielfalt wider. Schule und Bildung, Arbeit und Wohnen, jung und alt, gesund und krank sein dies alles gehört dazu. Mehr als 150 Referentinnen und Referenten vermitteln in etwa 60 Veranstaltungsangeboten Orientierung, Grundlage für Diskussion und Impulse zur Meinungsbildung. Wird danken heute allen, die so zum Gelingen des Kongresses beitragen.
Maßgeblich für den Erfolg unseres Zusammenseins sind jedoch auch Sie! Durch Ihre aktive Mitwirkung wird der 15. Weltkongress zu einem einmaligen Ereignis.
Arbeiten … und Freude haben das sind zwei Seiten einer Medaille. Bei aller Ernsthaftigkeit unseres Bemühens: Wir dürfen die Tage in Berlin genießen. Und wir freuen uns in Berlin den 50. Geburtstag von Inclusion International miteinander zu feiern.
Lassen Sie sich also anstecken von der lebendigen Atmosphäre dieser Stadt, die schlimme Zeiten überstanden hat und von der heute viele Impulse in die Welt gehen. Der 15. Weltkongress von Inclusion International soll ein solcher Impuls sein: Ein weiterer und wichtiger Schritt in Richtung einer inklusiven Gesellschaft, die es ermöglicht, dass auch Menschen mit einer geistigen Behinderung ein gutes und erfülltes Leben haben können.
Wir freuen uns, dass Sie als Vertreterin und Vertreter einer starken, weltweiten Gemeinschaft an diesem wunderbaren Ziel mitwirken. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Kommen!
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| Diane Richler | Robert Antretter | Ingrid Körner |
| Präsidentin Inclusion International |
Bundesvorsitzender der Lebenshilfe |
Präsidentin Inclusion Europe |
Begrüßung von Selbstvertretern zum Weltkongress 2010
von Inclusion International
Liebe Freunde,
es ist ganz wunderbar, dass wir uns in so großer Zahl zum 15. Weltkongress von Inclusion International in Berlin treffen können.
Ganz besonders freut es uns, dass mehr als 850 Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter aus der ganzen Welt dabei sind. Dies zeigt, dass wir mitreden wollen und mitreden können.
Die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen, die wir gut finden, wünscht in allen Lebensbereichen Teilhabe und Inklusion. Damit es aber gelingt, müssen wir alle gut zusammen arbeiten. Wir, die Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter, unsere Familien und die Fachleute, die uns zur Seite stehen.
Wir möchten uns in den Kongress aktiv einbringen. Deshalb wünschen wir uns, dass die internationalen Regeln der Zugänglichkeit befolgt werden. An jedem Kongresstag werden sie in Erinnerung gerufen sie zu befolgen ist gar nicht schwer, wenn sich alle ein bisschen Mühe geben.
Miteinander reden, voneinander lernen das ist eine Grundregel der Arbeit von Inclusion International und ihren Mitgliedsverbänden. Dies soll auch auf diesem Kongress geschehen.
Wir alle sollen und müssen einander ernst nehmen. Wir alle möchten aber auch gemeinsam fröhlich sein. Nicht nur wenn man zusammen arbeitet, sondern auch dann, wenn man zusammen feiert, wird man zur starken Gemeinschaft.
Und so freuen wir uns, dass wir anlässlich des Weltkongresses Geburtstag feiern: den 50. Geburtstag unserer weltweiten Gemeinschaft Inclusion International. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 15. Weltkongresses können dazu beitragen, dass wir eine weltweite starke Gemeinschaft sind … und dass klar wird, dass wir Selbstvertreter eine wichtige Rolle spielen.
Und wir alle möchten natürlich, dass die Rechte der UN-Konvention überall Wirklichkeit werden. Es nützt nicht nur uns, sondern allen Menschen in der Welt.
Dafür setzen wir uns alle ein!
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| Mia Farah | Andrew Doyle | Bernd Frauendorf |
| Inclusion International | European Platform of Self Advocates |
Rat behinderter Menschen der Bundesvereinigung Lebenshilfe |











